
Fallbeispiele
Nachfolge ohne Führungsstruktur

1. Die Ausgangssituation
Mein Kunde war ein familiengeführtes Bauunternehmen im Ruhrgebiet mit 18 Mitarbeitenden. Der Sohn übernahm nach über 30 Jahren den Betrieb vom Vater. Fachlich war das Unternehmen stark aufgestellt mit einer hohen Baustellenkompetenz.

2. Das Problem
Alle Entscheidungen liefen weiterhin über den Vater. Die Mitarbeitenden akzeptierten die neue Rolle nur formal. Baustellenleiter warteten immer noch auf Freigaben vom Vater. Der neue Inhaber arbeitete 70 Stunden pro Woche und trotzdem lief es nicht rund.
Das Resultat waren Verzögerungen, Spannungen im Team und sinkende Motivation.

3. Intervention
Durch die Analyse der Entscheidungswege wurde eine Delegationsmatrix für die Baustellenleiter ausgearbeitet. Im Einzelcoaching wurden die Kommunikations- und Führungsfähigkeiten des Sohns gestärkt. Im Team wurde eine eindeutige Rollenklärung von Vater und Sohn besprochen. Die Einführung einer verbindlichen Entscheidungsroutine und strukturierter Wochen-Review-Meetings klären nachhaltig die Verantwortungsbereiche.

4. Messbarer Effekt
- Entscheidungszeiten von durchschnittlich 3 Tagen auf 24 Stunden reduziert
- 2 Baustellen termingerecht abgeschlossen, die zuvor gefährdet waren
- 15 % weniger Rückfragen an den Inhaber
- Reduzierung der Wochenarbeitszeit um ca. 10 Stunden
5. Langfristiger Nutzen
- Klare Autoritätsstruktur
- Entlastung des Inhabers
- Stabilere Teamführung
- Saubere Übergabephase ohne Gesichtsverlust des Seniors
